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Neuntklässler schwächeln in Deutsch - Englisch besser

(Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2023)


Die Deutsch-Leistungen von Neuntklässlern haben sich einer Studie zufolge bedenklich verschlechtert. Etwa jeder Dritte scheiterte im vergangenen Jahr bei deutschlandweiten Tests an Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss (MSA) im Bereich Lese- und Hörverständnis, mehr als jeder Fünfte verfehlte diese im Bereich Rechtschreibung. Das geht aus dem IQBBildungstrend hervor, der am Freitag zum Abschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgelegt wurde.

In der Studie wird einschränkend darauf hingewiesen, dass die getesteten Neuntklässler noch ein Jahr Zeit haben, um die MSAStandards zu erreichen. Der mittlere Schulabschluss wird in der Regel am Ende der zehnten Klasse erworben. Dennoch stieg im Vergleich zur Vorgängeruntersuchung im Jahr 2015 der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit entsprechend großen Problemen im Bereich Lesen und Rechtschreibung jeweils um rund 9 Prozentpunkte, im Bereich Zuhören/Hörverständnis sogar um 16 Prozentpunkte. Einziger Lichtblick: Im Fach Englisch werden Jugendliche laut der Untersuchung besser.

Die Ergebnisse bestätigen einen schon länger anhaltenden und viel diskutierten Trend: Mit den Leistungen in Kernfächern geht es bergab. Im vergangenen Jahr zeigten das die schlechten Testergebnisse bei Viertklässlern in Mathe- und Deutsch. Nun wird bei den Neuntklässlern deutlich, dass sie zunehmend Probleme mit Textverständnis und Schrift haben.

Die Studienautoren vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) nennen die Entwicklung "in hohem Maße besorgniserregend". Allerdings stellt die Studie auch erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern fest. Bayern und Sachsen schneiden demnach besser ab, Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen schwächer.

Eine Ursache könnten die Corona-Schutzmaßnahmen sein, die in großem Stil Schulen betrafen. Es sei davon auszugehen, "dass der Fern- und Wechselunterricht, der bundesweit über längere Zeiträume umgesetzt wurde, die ungünstigen Entwicklungen im Fach Deutsch in nicht unerheblichem Maße mit verursacht hat", heißt es in der Studie. Die Neuntklässler, die im vergangenen Jahr getestet wurden, waren zum Beginn der Pandemie 2020 in der siebten Klasse. Der Ausnahmezustand mit Schließungen und Wechselunterricht dauerte mit Unterbrechungen mehr als ein Jahr an.

Nach einer Berechnung der OECD war der reguläre Unterricht zwischen Frühjahr 2020 und Frühjahr 2021 im Schnitt an mehr als 180 Tagen gestört. Im darauffolgenden Winter kam es zwar zu keinen flächendeckenden Schließungen mehr, aber zu weiteren Ausfällen wegen vieler Infektionsfälle.

Als weitere mögliche Ursache für die Ergebnisse im IQBBildungstrend nennen die Forscher den weiter gestiegenen Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Dieser habe sich bundesweit seit dem Jahr 2009 um rund 11 Prozentpunkte "signifikant" erhöht. Demnach haben 38 Prozent der Neuntklässler entweder Eltern, die nicht in Deutschland geboren wurden oder sind selbst im Ausland geboren. Im Fach Deutsch seien zwar alle Jugendlichen, auch die ohne Zuwanderungshintergrund, von negativen Trends betroffen. Neuntklässler mit Zuwanderungshintergrund erreichten aber "signifikant geringere Kompetenzen".

Im Gegensatz zu den Deutsch-Ergebnissen sind die im Fach Englisch "äußerst erfreulich", heißt es. Neuntklässler seien im Jahr 2022 deutlich besser in der Lage, schriftliche Texte und gesprochene Sprache in Englisch zu verstehen als 13 Jahre zuvor. Der Anteil derjenigen, die hier die MSA-Mindeststandards verfehlten, sank im Lese- und Hörverstehen um jeweils 3 Prozentpunkte auf 24 und 14 Prozent. Es könnte an Tiktok, Youtube und Streamingdiensten liegen. Die Nutzung digitaler Medien, die während Corona zugenommen habe, finde vermutlich häufig in englischer Sprache statt, schreiben die Autoren und sprechen von "außerschulischen Lerngelegenheiten".



(Abrufbar unter: https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-neuntklaesslerschwaecheln-in-deutsch-englisch-besser-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-231013-99-553261 letzter Aufruf am 22.01.2024)
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Alternativas

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Alternativa correta: B

Tema central: A questão aborda a interpretação de informações quantitativas em um texto jornalístico alemão sobre o desempenho de alunos da 9ª série em testes nacionais de alemão (Deutsch) e inglês (Englisch). O foco é identificar corretamente dados percentuais e suas relações com padrões mínimos de aprendizagem. Esse tipo de questão é comum em concursos e exige atenção à leitura e compreensão detalhada do enunciado e das alternativas.

Resumo teórico: Para questões de interpretação, é essencial ler com calma, localizar informações-chave (como números, comparações e tendências) e relacioná-las exatamente ao que está sendo perguntado. Em textos informativos, dados estatísticos costumam ser centrais para a resposta.

Análise da alternativa correta (B):
A alternativa B afirma que mais de 20% dos alunos da 9ª série não atingiram os padrões mínimos em ortografia (Rechtschreibung) para a conclusão do ensino médio. No texto, lemos: „mehr als jeder Fünfte verfehlte diese im Bereich Rechtschreibung“, ou seja, mais de um em cada cinco (ou seja, mais de 20%) falhou nesse quesito. Portanto, a alternativa é fiel ao texto e correta.

Análise das alternativas incorretas:

A: Diz que o desempenho caiu mais de 20% em ortografia, mas o texto informa uma queda de cerca de 9 pontos percentuais, sendo exagero da informação original.

C: Fala sobre um terço dos alunos não atingir o padrão em leitura e audição. Apesar do texto mencionar que “etwa jeder Dritte scheiterte... im Bereich Lese- und Hörverständnis”, a alternativa não especifica que é no ano anterior (como no enunciado), podendo gerar dúvida. No entanto, como a pergunta pede especificamente sobre ortografia, esta opção não responde ao que foi perguntado.

D: Afirma que houve melhora de mais de um terço em alemão, porém o texto deixa claro que houve uma decadência significativa nos resultados em alemão. Esta alternativa está em total desacordo com o texto.

Dicas de interpretação:
- Grife dados numéricos e palavras-chave (como “mehr als”, “jeder Fünfte”, “verschlechtert”, “verbessert”).
- Cuidado com alternativas que exageram números ou invertem tendências.
- Busque sempre no texto a frase exata que fundamenta sua escolha.

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